EU-Sanktionsdurchsetzungsmaßnahmen
Fünf Personen wurden in Polen im Zusammenhang mit der Umgehung von Sanktionen gegen die Einfuhr von Sperrholz und Holzprodukten aus Russland und Weißrussland festgenommen, wie Timber Industry News berichtet. Die Festgenommenen sind zwischen 43 und 64 Jahre alt, darunter vier polnische Staatsangehörige und ein russischer Staatsbürger.
Die Untersuchung zielt auf illegale Einfuhren von Birkensperrholz und dekorativen Holzlatten ab, die unter die Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland und Weißrussland fallen. Den veröffentlichten Informationen zufolge sollen die Verdächtigen gefälschte Vertragsdokumente und betrügerische Angaben in Zollerklärungen verwendet haben, um den tatsächlichen Ursprung der Produkte zu verschleiern.
Hintergrund der EU-Holzsanktionen
Dieser Fall ist Teil der Bemühungen der EU, die Durchsetzung von Wirtschaftssanktionen gegen den russischen und belarussischen Forstsektor zu verstärken. Birkensperrholz ist ein wichtiger Werkstoff für die Möbelindustrie, der in Möbeln, Schränken und im Bauwesen verwendet wird.
Die europäischen Möbelhersteller haben seit jeher mit ihrer Abhängigkeit von russischem und weißrussischem Sperrholz zu kämpfen, das als hochwertiges Material zu wettbewerbsfähigen Preisen gilt. Die Sanktionen haben die Lieferketten erheblich unter Druck gesetzt und die Unternehmen dazu veranlasst, alternative Bezugsquellen in Finnland, den baltischen Staaten oder Nordamerika zu erschließen, was häufig mit höheren Kosten verbunden ist.
Die polnischen Behörden haben keine weiteren Einzelheiten über die Menge der betroffenen Produkte oder den Wert der untersuchten Transaktionen bekannt gegeben. Auch wurden keine Informationen über die an der Regelung beteiligten Unternehmen oder die Dauer der Ermittlungen bekannt gegeben.
Quelle
Nachrichten aus der Holzwirtschaft - Bericht über die Inhaftierung von fünf Personen in Polen




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